Mit Léman Hope wieder auf Kurs kommen
Es gibt Orte, an die man kommt, um sich zu erholen. Und andere, an die man kommt, um neue Kraft zu tanken. In diesem Sommer werden 58 junge Menschen, die sich in der Remission einer Krebserkrankung befinden, sowie 22 ihrer Geschwister mit „Léman Hope“ zu drei Wochen kostenlosen Sailing Trips auf dem Genfer See und dem Bodensee in See stechen. Vom 4. bis 8. Juli, vom 11. bis 15. Juli und schließlich vom 20. bis 24. Juli erleben sie fünf Tage und vier Nächte voller Segelabenteuer, Leben in der Crew und gemeinsamer Herausforderungen – eine Auszeit, um wieder Halt zu finden, neue Kontakte zu knüpfen und den Blick wieder in die Zukunft zu richten.
Eine Erfahrung, die dabei hilft, sich wieder aufzurichten
Nach monatelanger, manchmal sogar jahrelanger Behandlung reicht die Genesung nicht immer aus, um die Wunden der Krankheit zu heilen. Wieder Halt zu finden, seinen Platz unter anderen einzunehmen und mit etwas mehr Zuversicht in die Zukunft zu blicken, ist oft ein entscheidender Schritt.
Genau hier setzt Léman Hope an. Indem sie diesen Jugendlichen eine Auszeit außerhalb des Krankenhauses ermöglicht, macht die Stiftung das Segeln zu einem echten Mittel zur Genesung.
Fünf Tage und vier Nächte lang segeln die Teilnehmer in kleinen Crews aus jeweils vier Jugendlichen gleichen Alters und derselben Muttersprache. Begleitet von einem speziell ausgebildeten Skipper und einem Segellehrer entdecken sie das Segeln, lernen, miteinander auszukommen, meistern tägliche Herausforderungen und kommen Tag für Tag in ihrem eigenen Tempo voran.
Über das seglerische Erlebnis hinaus ermöglichen diese Sailing Trips auch, wieder eine gewisse Unbeschwertheit zu finden, Kontakte zu anderen Jugendlichen zu knüpfen, die ähnliche Schwierigkeiten durchlebt haben, und den Blick wieder in die Zukunft zu richten.
Die Ausgabe 2026 markiert einen neuen Meilenstein
Die Ausgabe 2026 stellt einen wichtigen Meilenstein für die Stiftung dar. Zum ersten Mal wird Léman Hope eine Woche lang Sailing Trips dem Bodensee organisieren, um den Familien aus der Deutschschweiz näher zu sein und dieses Erlebnis für mehr Jugendliche in der ganzen Schweiz zugänglich zu machen.
Von den 20 Segelbooten, die diesen Sommer zum Einsatz kommen, werden 12 auf dem Genfer See und 8 auf dem Bodensee segeln. Insgesamt werden 80 Jugendliche im Alter von 8 bis 20 Jahren an den Sailing Trips teilnehmen.
Zu den Jugendlichen in Remission gehören:
- 43 % werden ihre erste „Léman Hope“-Kreuzfahrt erleben;
- 57 % werden sich nach einer ersten Erfahrung auf ein neues Abenteuer einlassen.
Auch Geschwister werden an der Reise teilnehmen. Ihre Anwesenheit ist unverzichtbar: Oft werden sie im Zusammenhang mit der Krankheit vergessen, doch auch sie brauchen einen Ort, an dem sie durchatmen, sich austauschen und neue Kraft tanken können. In diesem Jahr sind 22 Plätze für sie reserviert, davon 6 in der Deutschschweiz und 16 in der Westschweiz.
Ein solides Fundament – auf dem Wasser wie an Land
Jedes Segelboot wird von einem professionellen Skipper und einem speziell ausgebildeten Segellehrer betreut, das sind insgesamt 20 Skipper und 20 Segellehrer, die während der gesamten drei Wochen im Einsatz sind.
Im Vorfeld der Sailing Trips absolvieren alle Teams eine spezielle Schulung, die sich insbesondere mit Kinderkrebs, Sicherheit, Kinderschutz, dem Umgang mit Emotionen und den Werten von Léman Hope befasst. Medizinische Teams sorgen zudem während der Aufenthalte für eine tägliche Betreuung, um eine optimale Begleitung zu gewährleisten.
Ein Engagement, das diese Aufenthalte erst möglich macht
Dank des Engagements ihrer ehrenamtlichen Helfer, Skipper, Betreuer, Partner und Spender kann die Stiftung diesen Familien diese Aufenthalte weiterhin völlig kostenlos anbieten – getrieben von einer einfachen Überzeugung: Ein paar Tage auf einem Segelboot können im Leben eines durch Krankheit geschwächten Jugendlichen bleibende Spuren hinterlassen.